The Dark Knight

Der sechste Teil der (wenn man so will) Bat­man­se­rie, der des Hel­den Namen nicht im Titel hat:

The Dark Knight.

Mit dem dunk­len Rit­ter wird nicht nur auf Bat­man, son­dern eben­falls auch auf den Auf­stieg und (Ver)Fall des eins­ti­gen „White Knight“ Har­vey Dent (Aaron Eck­hart), aka Two Face ver­wie­sen, der sich in der Fort­set­zung von Bat­man Begins den recht­schaf­fe­nen und auf­rech­ten (Gesetzes)Hütern Gotham Citys anschließt.

Immer noch kämp­fen Bruce Wayne/Batman (Chris­tian Bale), Lieu­ten­ant Jim Gor­don (Gary Old­man) und Rachel Dawes (Mag­gie Gyl­len­hall) gegen die Kri­mi­nel­len Gothams, doch nie­mand rech­net mit dem Joker (Heath Led­ger). Gothams dun­kelste Gestalt ver­sucht alle (rest­li­chen) auf­rech­ten Bür­ger in Wahn­sinn und Gewalt zu stür­zen. Seine eigent­li­chen Motive lie­gen im Dun­keln und man erahnt schon, dass die­ser Wahn­sin­nige wohl gar keine Pläne hat…

Viele Legen­den ran­ken sich um den Joker und Heath Led­ger, on– und off­screen. Jack Nichol­son hat ihn gewarnt, nach der Dar­stel­lung konnte er nicht mehr viel schla­fen und sein Gehirn war nur am Rasen, er konnte ein­fach nicht auf­hö­ren, nach­zu­den­ken und nahm Tablet­ten zu sich, heißt es. Diese Dinge ent­spre­chen einer ver­zerr­ten Wahrheit.

Heath Led­ger selbst sagte, es war wahr­schein­lich der größte Spaß, den er je hatte und wohl jemals wie­der haben wird, den Joker zu spie­len. Und seine gesund­heit­li­chen Pro­bleme hatte er auch schon vor The Dark Knight. Aller­dings gehör­ten zu sei­ner Vor­be­rei­tung auf die Dreh­ar­bei­ten ein Monat in einem Hotel­zim­mer, dies in voll­stän­di­ger Iso­la­tion und ein Tage­buch, in dem er die Gedan­ken des Jokers fest­hielt und übte, wie der Joker z. B. klin­gen sollte. Chris­to­pher Nolan ver­traute sei­ner Dar­bie­tung so sehr, dass er die Szene, in der der Joker sich selbst auf­nimmt und einen Bat­m­ani­mi­ta­tor umbringt sogar in Abwe­sen­heit fil­men ließ.

Ist man wirk­lich immer so gut, wie man zu sein glaubt? Diese Frage stellt sich die­ser Film. Eine epi­sche Geschichte zwi­schen Gut und Böse — doch raf­fi­nier­ter — denn die Rolle des Har­vey Dent ist die, die es uns mög­lich macht, auch einen mensch­li­chen Zugang zu The Dark Knight zu fin­den. Der gewöhn­li­che, nor­male Mensch, der etwas errei­chen will und die Dinge ver­än­dern will. Man ver­steht ihn und es ist herz­zer­rei­ßend, mit anzu­se­hen wie er letzt­lich doch schei­tert und der Joker mit ihm erreicht, was er will.

Trotz einer per­fekt durch­dach­ten Struk­tur ist es schwer, grob zu beschrei­ben, was in the Dark Knight alles so geschieht, da der Film mit all­mög­li­chen Twists aus­ge­stat­tet ist und man nie weiß, was als nächs­tes kom­men wird. Von den Haupt­dar­stel­lern zu der per­fekt besetz­ten Neben­dar­stel­ler­riege mit Michael Caine als immer wäh­ren­der loya­ler und treuer But­ler Alfred Pen­ny­wise und Mor­gan Freed­man als Lucius Fox, das Genie hin­ter dem Mann Bruce Wayne und Erfin­der zahl­rei­cher Bat­mang­ad­gets, bis­hin zum Sound­track von Hans Zim­mer ist The Dark Knight mei­ner beschei­de­nen Mei­nung nach als Fort­set­zung bes­ser als Bat­man Begins und Chris­to­pher Nolan schreibt Film­ge­schichte (nicht nur in der Comi­cad­ap­tion) wie es bis­lang nur bei Ter­mi­na­tor 2 oder der Pate 2 der Fall war. Ein Meis­ter­werk des Genre.

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